Die Geschichte der Taurachbahn - Fahrplan und Fahrpreise - Bildergalerie

Die Strecke der Taurachbahn

Öffnen des Sperrschuhs an der Übergangsstelle von der Murtalbahn zur Taurachbahn am Streckenkilometer 65,650 in der Nähe von Tamsweg.
Die Taurachbahn des Club 760 beginnt oberhalb von Tamsweg am Streckenkilometer 65,650 der Murtalbahn. An der Übergangsstelle befindet sich ein Sperrschuh, dessen Schlüssel von den Steiermärkischen Landesbahnen im Bahnhof Tamsweg verwahrt wird.
Das Gleis der Taurachbahn führt vom Sperrschuh zunächst mitten durch Wiesen zur ehemaligen Haltestelle "St. Andrä-Wölting". Hier wurde nun mit Hilfe der noch vorhandenen Weiche einer nach der Streckenstillegung abgetragenen Anschlußbahn zu einem Betrieb der Schwarzenberg'schen Administration und einem neu verlegten kurzen Stutzgleis eine etwas ungewöhnliche Umsetzmöglichkeit geschaffen, die sich aber im Lauf der Jahre sehr bewährt hat.

Die von Mauterndorf kommenden Züge halten oberhalb dieser Weiche in der Steigung. Die Garnitur wird per Handbremse festgebremst. Die Lokomotive wird abgekuppelt und rollt allein über die Weiche und setzt in das Stutzgleis zurück. Nun werden bei der Garnitur die Handbremsen gelöst, so dass die Wagen, bewegt durch die Schwerkraft, über die Weiche rollen. Hinter der Weiche werden sie wieder per Handbremse angehalten. Die Lokomotive stößt dann aus dem Stutzgleis zurück und setzt sich vorne an den Zug. Nach der Abfahrt in "St. Andrä- Wölting"muß der Zug gleich eine steile Rampe erklimmen und fährt dann in einem Gleisbogen über die Brücke, deren Beschädigung 1980 zur Streckenstilllegung führte. Kurz nach der Brücke kommt die Station "St.Andrä-Andlwirt", der Endstation der von Mauterndorf kommenden Züge. Für die Fahrgäste, die mit den Zügen hier ankommen bietet sich die Möglichkeit, die Zeit zwischen Ankunft und Abfahrt im nahelegenen Gasthaus "Andlwirt" zu verbringen und dort bei einem exzellenten Service die hervorragende Küche des Hauses zu genießen. Für all diejenigen, die sich lieber bewegen und spazierengehen möchten, führen von der Haltestelle aus mehrere Spazierwege, unter anderem auch zur ehemaligen Richtstätte des Lungau, mit schönen Ausblicken in den Lungau in verschiedene Richtungen.

Diesellokomotive 2091-03 auf dem Stutzgleis bei
St. Andrä-Wölting

Personenzug der Taurachbahn mit der Dampflokomotive 298.56 vor der Abfahrt nach Mauterndorf in der Endstation "St. Andrä-Andlwirt". Photo: Wolfgang Hojna-Leidolf

Haltepunkt und Bahnübergang Lintsching
Photo: Wolfgang Hojna-Leidolf

GmP der Taurachbahn nahe Mariapfarr.
Photo: Wolfgang Hojna-Leidolf
Nach der Abfahrt in "St. Andrä-Andlwirt" wird die rund 700 m lange Neubaustrecke, die durch Grundzusammenlegungen und das Abtragen der alten Strecke notwendig geworden war, befahren und zwischen Weiden führt das Gleis weiter zum Haltepunkt "Lintsching". Auf den Haltepunkt folgt der 1. schrankengesicherte Bahnübergang. Die Schranken werden durch das Zugbegleitpersonal bedient. Vorbei an einer Kiesgrube, großen Feldern und durch ein herrliches Wandergebiet entlang einer Hügelkette geht es weiter, bis kurz vor Mariapfarr die Taurach auf einer großen Brücke überquert wird und der Zug den idyllischen Bahnhof "Mariapfarr" erreicht. Dieser für österreichische Schmalspurbahnen so typische Bahnhof mit Magzinanbau ist zweigleisig angelegt. Das Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz.

Personenzug der Taurachbahn gezogen von der 298.56 auf der Taurachbrücke bei Mariapfarr
Photo: Dr. Markus Strässle

Bahnhof Mariapfarr mit Personenzug nach Mauterndorf. Photo: Wolfgang Hojna-Leidolf

Bahnübergang bei Mariapfarr
Photo: Wolfgang Hojna-Leidolf

Sondertriebwagen der Murtalbahn im Sommer 2006 am Haltepunkt Gröbendorf.Photo: Karlheinz Kohl khk-archiv-schienenfahrzeuge
Hier wird auch deutlich, wenn man die Entfernung des Bahnhofs vom Ort Mariapfarr sieht, daß hier die Bahn im Personenverkehr nie eine richtige Chance hatte. Nach dem Überqueren des 2. schrankengesicherten Bahnübergangs der Bundesstraße bei Mariapfarr geht die Fahrt nun weiter entlang der Taurach und der Zug bietet im Weiher "Pichl" so etwas Ähnliches wie eine Ortsdurchfahrt und kommt nach dem Bewältigen der "Gröbendorfer Steigung" zum Haltepunkt "Gröbendorf". Dieser Haltepunkt "Gröbendorf" bietet einen schönen Ausblick auf das am gegenüberliegenden Talhang gelegene Mariapfarr, dem ältesten Ort des Lungau, mit seiner bekannten, markanten Kirche. Eine Forellenzucht und ein großer Kinderspielplatz beleben nach dem Verlassen der Station die Szene und der Zug fährt durch ein ausgedehntes Waldgebiet. Nach dem Wald verläuft die Strecke zwischen ausgedehnten Weiden und bald zeigt sich dem Fahrgast am Horizont das Schloß von Mauterndorf, das regelrecht über dem Markt thront. Vorbei am Segelflugplatz von Mauterndorf geht es nun über eine letzte Steigung nach einer lang gezogenen Kurve an der neuen Wagenhalle vorbei in den dreigleisigen Endbahnhof "Mauterndorf"

Photo: Wolfgang Hojna-Leidolf

Bahnhof Mauterndorf. Photo: Walter Strubel

Heizhaus Mauterndorf. Photo: Walter Strubel

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